Jan Philipp Stange

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Jan Philipp Stange, 1987 in Hamburg geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main als Regisseur, Autor und Kurator. Er studierte Literatur, Philosophie, Regie und Theaterwissenschaft in Hamburg, Frankfurt und Tel Aviv. Seit 2014 inszeniert er Arbeiten zwischen Theater und Performance im deutschsprachigen Raum, u.a. im Thalia Theater Hamburg, Ringlokschuppen Ruhr, Mousonturm Frankfurt, Schauspielhaus Wien, Schauspielhaus Hamburg, Theater Osnabrück und im Deutschen Theater Göttingen. Seine Inszenierungen wurden u.a. zur Ruhrtriennale, zu den Frankfurter Positionen, zum Impulse Festival, zum Radikal Jung Festival, zum Körber-Festival, zum Made-Festival, zum Spieltriebe-Festival, zum Outnow! Festival und zum Fast Forward Festival für europäische junge Regie eingeladen. Er erhielt Preise und Stipendien u.a. von der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Ditze-Stiftung, der Bundeskulturstiftung und der Hessischen Kulturstiftung. Seit 2016 ist er im Leitungsteam des Frankfurter Theaterhauses studioNAXOS tätig, seit 2019 als Geschäftsführer. Er war künstlerischer Leiter der Themenwoche "Frankfurt und die Naxoshalle im Nationalsozialismus" (2020) und ist Ko-Leiter des Theaterfestivals "Politik im freien Theater" (2022). Aktuell hält er eine dreijährige Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste sowie die Mehrjahresförderung des Kulturamts der Stadt Frankfurt. Er unterrichtet u.a. an der Goethe Universität Frankfurt und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.





Impressum
Stange Produktionen GbR
Gutleutstraße 8-12
60329 Frankfurt

Contact
Produktionsleitung
produktion[at]janphilippstange.com

Associated Links
www.studionaxos.de
www.mousonturm.de
www.jakobengel.de
www.kultur-frankfurt.de

Gestaltung: Studio Laurens Bauer & David Benski Programmierung: Tilman Junghans







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Presse (esc)


Ausführliche Pressespiegel unter "Inszenierungen"

Hard Feelings (Ein Bericht für eine Akademie)
"Eine Form der Aufkündigung letzter Grade der Figuren-Illusion, wie man sie kaum je gesehen haben wird: höchst eindrucksvoll" (FR)
"Nie war der Schatten einer Pflanze liebreizender" (FAZ)

Great Depressions
"Grandios, stark und traurig" (Theater heute)
“In der großartig nachempfundenen Neanderhöhle eine intime Brüdergeschichte, die mit die Depression und Suizid zu tun hat - gewitzt, etwas melancholisch und sehr unterhaltsam” (FAZ)
"In einem archaischen Neandertal mit Tierfell und Keule spricht der Schauspieler von der eigenen Depression und über die Frage, wie man aus den Zwängen des heutigen Lebens kommt. Sehr eindrücklich!" (Deutschlandradio Kultur)
"Ein Monolog zum Kampf gegen den Lebensnebel – langsam, ruhig, eindrücklich und trotz dunkler Stunden positiv" (WZ)

Science and Fiction (Faust II)
“Betörendes Gedankenspiel, schlicht mitreißend wie charmant” (TAZ)
“Spannendes Projekt zum Zweimalhören!” (HNA)
“Außergewöhnlich! Das ist erfrischend. Das braucht Mut!” (Göttinger Tageblatt)
"Ein innovatives, berührend detailverliebtes und durchweg unterhaltsames Stück, eine hervorragende und moderne Adaption des Fausts" (Scharfer Blick)
“Ein kapitales Bühnenabenteuer“ (Göttinger Stadtradio)

Good Night
"Eine Performance, die sich und die eigenen Bedingungen – Realität und Fiktion, Bühne, Schauspieler und Publikum – unentwegt befragt." (FAZ)

Die Tagesschau
“Hat mich umgehauen.” (NDR 2)
“Tosender Applaus. Davon kann die echte Tagesschau nur träumen.” (ARD Tagesschau Nachtmagazin)
“Optisch, akustisch und spielerisch aufwändige Produktion. Das sah alles unglaublich gut aus, hörte sich gut an, war intelligent und eine Feier des Glamour und des schlichten Lebens. Was will man mehr?“ (Theater heute)
“Es bilden sich auf komplexe Weise Schichten unterschiedlicher Realitäten
und auch verschiedener Formen der Wahrnehmung. Das ist großartig gedacht, entschlossen gemacht.” (Münchener Abendzeitung)
“Ein hochphilosophischer Vorgang” (Süddeutsche Zeitung)

Combina
“Ein Erfolg bei der Ruhrtriennale” (Theater heute)
“Eine unpolierte Perle wie der frühe René Pollesch” (Frankfurter Neue Presse)
“Eine warme Empfehlung” (FAZ)
“Faszinierendes Meta-Theater jenseits klassischer Dramatik. Das Publikum wird in einem scheinbar lose skizzierten, in Wirklichkeit allerdings geradezu teuflisch präzisen Abend immer wieder hinters Licht geführt.” (Bremer Kreiszeitung)

Das Wetter
“Beharrliche Bilder, starke theatrale Momente” (Hamburger Abendblatt)
„Eine Mischung aus meteorologischer Wissenschaftsshow, Wetterbericht und theatralischer Performance. Poetisch stark, sprunghaft wie Aprilwetter und bisweilen undurchdringlich wie Herbstnebel an: Zauber und Fluch der Welt.“ (Nordseezeitung)
„Gut platzierte Denkanstöße konterkariert mit Situationskomik“ (Hamburger Abendblatt)

All in All
“Die Leere des Alls dehnt sich immer weiter aus, irgendwann wird unsere Sonne verlöschen. „Aber gibt es denn gar keine Hoffnung?“ fragen Jan Philipp Stange und Nir Shauloff in ihrer jüngsten Produktion „All in All“. Skurril und lustig, schärft auch die Wahrnehmung der Anderen, von Licht und Klang - hübsche Witze, die Debatte um die Besiedlung des Mars in ein einziges kleines Bild gepackt.” (FAZ)

Ins Blaue
“Eine lustige Recherche” (Theater heute)
“In den Szenen der Operette kommt Faszination auf” (Nachtkritik)

Abschlussinszenierung
"Eine verhaltene Reflexion darüber, was es heißt, Künstler zu werden, und damit eine Künstlerbiografie zu beginnen.” (Peter Michalzik)
“Der Abend macht Spaß!” (FAZ)

Titus Andronicus
“Grausamkeit und Schönheit, Grausamkeit und Zivilisation stehen ganz dicht beieinander. Packend. Eine unglaubliche Intensität!” (HR2)

Presse (esc)


“Malte Scholz im Fellgewand erzählt in der großartig nachempfundenen Neanderhöhle eine intime Brüdergeschichte, die mit die Depression und Suizid zu tun hat, während schon der Neandertaler-Finder Johann Fuhlrott darüber nachdachte, wie diese frühen Menschen wohl zusammengelebt haben und was das für uns bedeutet.... gewitzt, etwas melancholisch und sehr unterhaltsam”
(Eva-Maria Magel, FAZ vom 3.12.2018)

"Grandios: In einem archaisch felsigen Neandertal, mit Tierfell und Keule, ein riesiges Mammut schaukelt tröstlich im Hintergrund vorbei, spricht der Performer Malte Scholz von der eigenen Depression und über die Frage, ob man aus den Produktionszwängen des heutigen Lebens nicht einfach mal aussteigen kann. Man spürt in Scholz’ Augen die absolute Wahrhaftigkeit dieser Frage, sie erhebt die Krankheit sofort in größere gesellschaftliche Zusammen­hänge – das ist so stark und traurig, dass die tragische Geschichte um seinen Bruder nicht mehr nötig ist, ein Zuviel an persönlicher Information, die das Fassungsvermögen einer Bühne übersteigt." (Dorothea Marcus, Theater heute, September 2019)

"Große Depressionen in der Neandertaler-Höhle: Auf der Bühne erstreckt sich eine wuchtige Höhle. Blick von innen nach außen. Vor dem Eingang steht eine elektronische Orgel in blauem Nebellicht. Es ist ruhig. Irgendwann trabt ein Mammut an der Höhle vorbei (im Kostüm stecken Schauspieler), setzt sich an die Orgel und beginnt zu spielen und zu singen. Melancholische Lieder vom elisabethanischen Komponisten John Dowland und Pop-Songs. Dann schreitet aus einer Höhlenecke Schauspieler Malte Scholz im Fell-Kostüm hervor und beginnt zu erzählen. Von sich selbst. Dass er 1976 in Norddeutschland geboren wurde, nach seiner Ausbildung zum Bürokaufmann entlassen wurde, sich mit Gelegenheitsjobs verdingte und schließlich aus Existenzängsten immer mal wieder zur Flasche griff, in dunkleren Augenblicken gar an Selbstmord dachte. In „Great Depressions“ – am Donnerstag zu Gast beim Impulse-Theater-Festival im FFT Juta – zählt Regisseur Jan-Philipp Stange die Lebensgeschichte des an Depression erkrankten Malte Scholz. Er verbindet sie mit der Geschichte von der Entdeckung des Neandertalers im Jahr 1856 durch den Naturforscher Johann Carl Fuhlrott: Texte aus seinem Vortrag über den Fund werden eingeblendet. Er handelt davon, dass der Neandertaler kein Keulen schwingender Kannibale war, sondern ein empathisches, soziales Wesen. Für diese schon in der Urzeit praktizierten Werte plädiert auch Scholz. Denn eine Ursache von Depressionen sieht er darin, dass es Mitmenschen eben an jenen positiven Eigenschaften mangele, so habe sein Vater vorgelebt, dass Männer hart sein müssten und nicht weinen dürften. Permanent wechseln Musik und der Monolog zum Kampf gegen den Lebensnebel – Scholz spielt langsam, ruhig, eindrücklich und bleibt trotz dunkler Stunden positiv: Es ist in unserer Leistungsgesellschaft in Ordnung, am Ende zu sein und nichts zu produzieren."
(Thomas Frank, Westdeutsche Zeitung vom 21.6.2019)

"Dass das permanente Konsumieren und Produzieren uns vermutlich dem Untergang weiht, erzählt sehr eindrücklich der Theatermacher Jan Philipp Stange in Great Depressions... In einem archaischen Neandertal mit Tierfell und Keule spricht der Schauspieler Malte Scholz im FFT Düsseldorf von der eigenen Depression und über die Frage, wie man aus den Zwängen des heutigen Lebens kommt."
(Dorothea Marcus, Deutschlandfunk Kultur vom 25.6.2019)

"In Great Depressions von dem Newcomer Jan Philipp Stange steht der Performer Malte Scholz auf der Bühne, der tatsächlich seine eigene Geschichte erzählt - und die seines Bruders. Es geht darum, dass der Mensch an sich, so wie er ist, ohne dass er etwas leistet, auch einen Wert hat."
(Christiane Enkler, Deutschlandfunk Kultur vom 17.6.2019)

"Soziale Neandertaler: Jan Philipp Stanges Hauptdarsteller Malte Scholz lebt in einer Höhle, vor der ein Mammut im Nebel umherwandert und ab und zu auf einer Orgel spielt. In der Epoche der Neandertaler plätschert die Zeit dahin. Im Inneren der Höhle sitzt im Fellkleid am Lagerfeuer, abgeschottet, aber nicht allein, ein einzelner Mann. Am Ende der Höhle, hinter der vierten Wand, ist das Publikum. Scholz reißt es durch seine Autobiographie aus der Kontemplation heraus: aufgewachsen in Hamburg, Schule, Ausbildung, irgendwann ans Theater gegangen, „und jetzt bin ich hier“. Er erzählt von seiner eigenen psychischen Erkrankung und dem Suizid seines Bruders. Die Depression mache das Spielen nicht immer möglich: „Wenn ich als Schauspieler gut schlecht spiele, ist das dann gut?“ Was nach Dystopie klingen mag, birgt bei Stange doch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Letztlich waren auch die Neandertaler sozialere Wesen, als man hätte meinen können."
(Lili Hering, FAZ vom 26.11.2019)


Great Depressions

studioNAXOS, Frankfurt, 2018

Schroffe Felsen, ein Mammut, Nebelschwaden: Das opulente Bühnenbild versetzt das Publikum in jene Höhle im Neandertal, in der 1865 das Skelett eines frühen Menschen gefunden wurde. Great Depressions verknüpft die individuelle Geschichte von der Depressionserkrankung des Darstellers Malte Scholz mit der historischen Erzählung von der Entdeckung des Neandertalers, der, anders als lange angenommen, kein aggressiver Einzelgänger war, sondern in einer fürsorglichen Solidargemeinschaft lebte. Scholz äußert seine Gedanken zu Leistungsgesellschaft, Depression und Männlichkeit. Er sucht nach dem Gefühl hinter der kontrollierten Fassade. Er fragt sich, wie es dazu kam, dass er noch am Leben ist und diesen Abend mit dem Publikum teilen kann. Der Musiker Jacob Bussmann im Mammutkostüm singt dazu an der Orgel mit maximaler Zärtlichkeit barocke bis zeitgenössische Hits.

Eine Show, die nicht mehr zu sein versucht als ein individuelles Porträt, aber doch ein Bild von universeller Schönheit zeichnet: Ein Mensch kann schon darin genug sein, dass er einfach da ist und nicht an der Welt zugrunde gegangen ist. In einem berührenden Monolog zeigt ein Schauspieler die Verwundbarkeit seiner Seele und sucht nach einer Antwort auf die Frage, ob und, wenn ja, wie wir zusammenleben wollen.

Ankündigung
In grauer Vorzeit bediente man sich zur Befriedung von Fehden der Praxis, Verwundungen nicht Aug um Aug zu rächen, sondern mit Sachleistungen abzugelten. Dafür war es von größter Bedeutung, genaue Abstufungen zu unterscheiden, ob zum Beispiel der verletzte Augendeckel noch eine Träne halten könne, ob der lahme Fuß das Tau vom Gras streife oder der Schlag auf den Kopf die Sicht auf das Gehirn bloßlege. Die gemeinschaftliche Begutachtung von Wunden eröffnet einen symbolischen Raum von Verhandlung und Gesellschaft. Unsere Verletzlichkeit erscheint so als der Urgrund des Geldes und der Ökonomie, welche inzwischen, so hat es den Anschein, ihrerseits dafür verantwortlich sind, uns mit Beschädigungen und Gefühlen tiefen Unwerts zu überziehen. Kann man sich in dieser Welt verwundbar halten, ohne an ihr zu Grunde zu gehen? Great Depressions ist eine Show über die Frage, ob und wenn ja, wie wir zusammen leben wollen.

Mit freundlicher Unterstützung von studioNAXOS, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt, der Naspa-Stiftung und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

studioNAXOS, Frankfurt, 2018

Grandios, stark und traurig.

(Theater heute)

Great Depressions

Premiere am 29.11.2018. Weitere Vorstellungen 30.11.2018, 02.12.2018, 23.05.2019, 24.05.2019, 25.05.2019 in Frankfurt, am 20. und 21.06.2019 beim Impulse Festival im FFT Düsseldorf, am 16. und 17. November 2019 beim Fast Forward Festival in Hellerau Dresden, am 28. und 29. Februar 2020 in der Schaubühne Lindenfels und am 12. und 13. September 2020 in der Schwankhalle Bremen.

Mit Jacob Bussmann, Malte Scholz, Elias Bollinger, Siria Hertel, Raúl Flores und Sebastian Weygold. Regie: Jan Philipp Stange, Bühne: Jakob Engel, Dramaturgie: Kris Merken, Kostüm: Maylin Habig, Licht: Simon Möllendorf und Nils Wildegans, Musik: Jacob Bussmann, Produktionsleitung: Carmen Salinas, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Anja Schneidereit, Regieassistenz: Jannika Nordhauss, Ausstattungsassistenz: Tobias Rauch, Kostümassistenz: Siria Hertel. Text: Kris Merken, Malte Scholz und Jan Philipp Stange | Fotos von Jakob Engel und Peter Grün

Great Depressions Great Depressions Great Depressions Great Depressions
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