Presse – Das Wetter

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„Die Qualität der Uraufführung von „Das Wetter“ besteht vor allem darin, dass sie in beharrlichen Bildern starke theatrale Momente generiert und dabei Themen wie Klimawandel und Umweltverschmutzung streift. Und weil sie in der Kombination mit den engagiert aufspielenden Kindern, um deren Zukunft es hier insgeheim geht, zu einer Mahnung für die Zuschauer wird.“
(Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 22.5.2018)

„Eine Mischung aus meteorologischer Wissenschaftsshow, überlangem Wetterbericht und theatralischer Performance... Das Wetter deutet poetisch stark, sprunghaft wie Aprilwetter und bisweilen undurchdringlich wie Herbstnebel an, wie im Sonne-Erde-Mond-Dreieck alles mit allem zusammenhängt, sich gegenseitig beeinflusst und für immer unvorhersehbar bleiben wird. Darin liegen gleichsam Zauber und Fluch der Welt.“
(Thomas Joerdens, Nordseezeitung, 23.05.2018)

„Seine gut platzierten Denkanstöße konterkariert Jan Philipp Stange mit Situationskomik à la Loriot... Latifi bestreitet den theatralen Part mehr oder weniger allein, ausgestattet mit tänzerischer Beweglichkeit und irritierend introspektiver Präsenz“
(Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 22.5.2018)

„Es geht bei dem Bühnenstück „Das Wetter“ darum, wie wichtig Sonne und Regen für jeden Einzelnen sind. Die unterschiedlichen Wetterlagen und Naturgewalten beeinflussen unser Leben, weil wir danach unseren Tag gestalten - und die Wettervorhersage trägt ihren Teil dazu bei. Die Aussicht auf Wolken, Sturm oder Gewitter lenkt Leben wie kaum etwas anderes.“
(NDR Aktuell, 19.5.2018)

Das Wetter, 2018 Thalia Theater Hamburg

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Das Wetter deutet poetisch stark, sprunghaft wie Aprilwetter und bisweilen undurchdringlich wie Herbstnebel an, wie im Sonne-Erde-Mond-Dreieck alles mit allem zusammenhängt und für immer unvorhersehbar bleiben wird: gleichsam Zauber und Fluch der Welt.

(Nordseezeitung)

Jeden Abend sagt der Wetter-Moderator des NDR, Frank Böttcher, im Fernsehen das Wetter von morgen voraus. Wie ein Magier steht er vor der Wetterkarte und deutet uns die Zukunft. An den Vorstellungstagen von Das Wetter nimmt er sein Studio samt Team mit ins Thalia Theater und überträgt seine Sendung von der Bühne aus. Doch seine Show hat einen doppelten Boden: Kurz bevor die Aufzeichnung beginnt, verschwindet er nochmal kurz in der Maske. Das dauert aber länger als geplant — viel länger. Solange der Meister fort ist, übernimmt sein Lehrling Niels Möhle die Geschicke — und bringt den technischen Apparat des Wetter-Studios unbeabsichtigterweise in große Unordnung. Während seiner Versuche, das Studio wieder unter seine Kontrolle zu bringen, erscheint plötzlich eine Gruppe Viertklässler, die weiteres Chaos verbreiten. Um die Erwartungen der überraschenden Gäste nicht zu enttäuschen, saugt sich Niels Möhle eine Show aus den Fingern und verwandelt das Studio nach und nach in ein märchenhaftes Wettertheater. Doch die Geister, die er rief, wird er nicht mehr los …

Das Wetter ist der 2. Teil der Reihe "Theater der Wahrheit", die mit der Tagesschau begann. Mehr noch als die Nachrichten versucht die Wettervorhersage jeden Tag aufs Neue, richtig zu sein und scheitert doch immer wieder aufs Neue an der Realität. Denn sie ist selbst hochgradig fiktional - aber doch auch nicht gelogen: Sie ist das Theater der Wahrheit. "Die Wettervorhersage ist eine Show: 10% Information, 90% Entertainment" (Frank Böttcher).

Theater und Wetter führen eine ewige Beziehung miteinander. Denn lange hatte das Theater kein Dach über dem Kopf. Es fand unter freiem Himmel statt, direkt unter den Augen der Götter. Wind und Wetter waren natürliche Bestandteile der Dionysien, Blitz und Donner spielten in der Tragödie sich selbst. Mit dem Umzug in die festen Häuser wurde der Himmel vom Theater ausgeschlossen. Gleichzeitig wurde versucht, die Effekte des Wetters nachzubilden und in der Theatermaschinerie als Licht, Nebel, Regen, Schnee und Wind verfügbar zu machen. Der Mensch spielt Gott im Theater. Das Wetter ist eine unterhaltsame Erzählung dieser ewigen Hybris in einer Welt, in der scheinbar nichts mehr dem Zufall überlassen wird.

Premiere am 19.5.2018 im Thalia Theater Hamburg

Text und Regie: Jan Philipp Stange, Bühne: Jakob Engel, Kostüm: Anthoula Bourna, Video: Jonas Alsleben, Dramaturgie: Matthias Günther, Sounddesign: Jakob Spengemann, Regieassistenz: Lasse Awe, Ausstattungsassistenz: Bettina Kirmair, Kinderbetreuung: Teresa Rosenkrantz, Souffleuse: Friederike Zörner. Mit Frank Böttcher, Pauline Heinrichs, Bekim Latifi sowie der Klasse 4c der Loki-Schmidt-Schule | Fotos von Krafft Angerer

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