Presse – Szenario

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Szenario, 2022, Arbeiter*innentheater mit Theaterarbeiter*innen

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Nur Arbeit und kein Spiel macht dumm.

(Karl Marx)

In vielen Branchen wenden Menschen einen wachsenden Teil ihrer Arbeitszeit zur Darstellung der eigenen Tätigkeit auf. Anträge, Akquise, Evaluationen, Sachberichte - auch Theaterschaffende sind von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Diese Wucherungen der Bürokratie entspringen allerdings nicht dem Sadismus böswilliger Beamter, sondern sind tatsächlich mit wichtigen gesellschaftlichen Zielen wie Chancengleichheit und Transparenz verbunden. Angesichts endloser gesellschaftlicher Krisen scheint jedoch die eigene Wirksamkeit auf die Probe gestellt, wenn so viel Energie und Zeit aufgewendet werden muss, höchst relevante Projekte anzukündigen, lange bevor man überhaupt an eine Umsetzung denken kann. All das fordert die Selbstbilder und das Zeitmanagement einer ganzen Generation heraus, die so kompromisslos an der eigenen Selbstverwirklichung arbeitet. Wie damit umgehen? In “Szenario” singen vier Performancekünstler*innen in eisiger Umgebung den Förderantrag ihrer Theaterproduktion. Können sie dabei einen positiven Entwurf von entfremdeter Arbeit entwickeln? Ein vierstimmiges Musical mit subversivem Flair über prekäre Produktionsbedingungen und die Zukunft der Arbeit.

Performance und Gesang: Ana Berkenhoff, Daniel Degeest, Alina Huppertz, Dominik Keggenhoff. Musikalische Leitung: Jacob Bussmann. Regie: Jan Philipp Stange. Bühne: Jakob Engel. Kostüm: Maylin Habig. Dramaturgie: Philipp Scholtysik. Produktion: Alessia Neumann. Öffentlichkeitsarbeit: Annika Schmidt. Organisatorische Mitarbeit Regie: Paula Noeck. Mitarbeit Bühne: Kathrin Frech. Fotos: Christian Schuller. Video: Charlotte Bösling.

Eine Produktion von Stange Produktionen, in Kooperation mit studioNAXOS und der Schwankhalle Bremen, mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturfonds Rhein-Main uvm. Stange Produktionen wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main institutionell sowie vom Fonds Darstellende Künste mehrjährig gefördert.

Premiere am 18.11.2022 im Produktionshaus NAXOS in Frankfurt am Main, Aufführungen am 19./25./26.11. Weitere Aufführungen geplant am 21./22. April an der Schwankhalle Bremen.

Szenario
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